• Anne Killat

geb. 1966 in Dorsten (Westfalen), verheiratet

Ausbildung und beruflicher Werdegang

Nach meinem Abitur 1986 habe ich ein Fachhochschulstudium zur Diplom-Finanzwirtin in Nordkirchen absolviert und anschließend ein paar Jahre in Finanzämtern in Gladbeck und Köln gearbeitet.

Von 1994 bis 2010 habe ich meine Tätigkeit für die Finanzverwaltung in der Steuerabteilung des Finanzministeriums NRW in Düsseldorf fortgesetzt. Daneben war ich freiberuflich bundesweit als Referentin in der Steuerberaterfortbildung tätig und habe umfangreich in der steuerrechtlichen Fachliteratur publiziert (Aufsätze, Bücher, Mitarbeit an einschlägigen Kommentaren).

2008 habe ich aus privaten Gründen meinen Lebensmittelpunkt in den Taunus verlegt, so dass ich 2010 nach meinem endgültigen Umzug nach Neu-Anspach und Heirat meine Tätigkeit in der Finanzverwaltung beendet und mich in Frankfurt als selbständige Steuerberaterin niedergelassen habe.

Seit Ende 2015 habe ich meine Tätigkeit als Steuerberaterin sukzessive immer weiter reduziert um der gemeinsamen Zeit mit meinem Mann und meiner Tätigkeit als kreativ künstlerische Fotografin mehr Raum zu geben.

Weg zur künstlerischen Fotografie

Die Fotografie hat mich schon viele Jahre fasziniert, gleichwohl bestanden meine Möglichkeiten lange nur in der Anwendung der von der Kamera zur Verfügung gestellten Automatikprogramme.

Das galt zunächst auch für meine erste Spiegelreflexkamera, die ich 2011 erworben hatte.

Seit 2015 habe ich meine technischen Fähigkeiten im Umgang mit der Kamera weitestgehend autodidaktisch weiterentwickelt, indem ich mich mit umfangreichen fotografischen Lehrbüchern zu unterschiedlichen Themen fortgebildet und ganz viel ausprobiert habe.

Dabei hat sich herausgestellt, dass künstlerische Fotografie für mich nicht bedeutet, eine objektive dokumentarische Momentaufnahme der Realität anzufertigen. Die Faszination der Fotografie liegt für mich vielmehr zu einem ganz großen Teil darin, die Schönheit im Unscheinbaren sichtbar zu machen.

Ein weites Feld bieten hierzu Naturaufnahmen. Mir ist es z.B. wichtig, die Verletzlichkeit oder Zartheit von Pflanzen oder Lebewesen zu zeigen, auf Details aufmerksam zu machen, die teilweise mit dem bloßen Auge gar nicht wahrgenommen werden, Motive in erster Linie nicht in ihrer Makellosigkeit abzubilden, sondern ihre Schönheit oder Anmut in der Vergänglichkeit zu entdecken oder Motive auf ein Detail zu reduzieren oder zu abstrahieren.

Dies gelingt häufig nur, indem ich mich in einen meditativen Zustand versetze und beim Fotografieren die sog. „Komfortzone“ verlasse, mich auf Augenhöhe mit dem Motiv begebe, was vielfach bedeutet, sich auf dem Boden liegend mit der Kamera vor dem Auge vorwärts zu bewegen, Zeit und alles um mich herum vergessend, um die Stimmung der Situation oder meine Empfindung dazu einzufangen.

Als technische Mittel nutze ich dabei Elemente der Makrofotografie, die es mir ermöglichen, durch den bewussten Einsatz von Unschärfen auch das entstehende Bild auf das Wesentliche zu konzentrieren und die Umgebung nur als Lichtreflexe oder farbliche Strukturen zu nutzen.

Daneben verfolge ich natürlich auch noch weitere fotografische Schwerpunkte, wie Landschafts-, Städte- und Streetfotografie, aber auch hier unter dem Gesichtspunkt „Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar“ (Zitat von Paul Klee).

Inspiriert zu diesem Umgang mit Fotografie haben mich mehrere Dinge:

Ich war schon immer ein Mensch, der seine Persönlichkeit einbringt, in die Dinge, die er tut, der sich einlässt auf Menschen und Situationen, sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich.

Geprägt durch vielfältige Umstände war ich allerdings seit früher Jugend bestrebt, alles mit Perfektionismus und auf ein Ziel hin zu betreiben, was kreative Prozesse stark eingeschränkt hat.

Jetzt habe ich den Freiraum, das zu erkunden, was mich bewegt und berührt und völlig offen zu sein, für das was sich daraus entwickelt – ohne vorgegebene Richtung.

Fotografisch gesehen zieht es mich daher nicht zu den schon tausendfach abgelichteten Motiven, die bei üblichen Fotowettbewerben ganz vorne landen und in den einschlägigen Foren in immer wieder neuen Variationen präsentiert werden. Meine ganz persönlichen Bilder sind vielmehr die, die – z.B. von den Spuren, die die Zeit oder die Jahreszeiten in der Natur hinterlassen haben, der Vergänglichkeit, der Patina oder dem Neubeginn erzählen.

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